Ibandronsäure
Bisphosphonat (Knochenresorptionshemmer)
Ibandronsäure ist ein stickstoffhaltiges Bisphosphonat, das an Knochenmineral bindet und die Osteoklastenaktivität hemmt, wodurch die Knochenresorption verringert wird. Als Bondronat ist sie bei Erwachsenen zugelassen zur Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse (pathologische Frakturen und Knochenkomplikationen, die eine Strahlentherapie oder Operation erfordern) bei Brustkrebs mit Knochenmetastasen und, als intravenöses Konzentrat, zur Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie mit oder ohne Metastasen. Die Infusion zur Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse wird alle 3–4 Wochen gegeben, die 50-mg-Tablette wird täglich eingenommen; die Hyperkalzämie wird mit einer einzelnen Infusion behandelt, die wiederholt werden kann. Derselbe Wirkstoff ist als Bonviva 150-mg-Tabletten, die einmal im Monat eingenommen werden, für die postmenopausale Osteoporose zugelassen. Osteonekrose des Kiefers, atypische Femurfrakturen und anaphylaktische Reaktionen sind seltene oder sehr seltene, aber wichtige Risiken, und eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr ist erforderlich.
Erhältlich unter folgenden Markennamen
Dieser Wirkstoff wird je nach Region und Hersteller unter folgenden Markennamen vertrieben:
- Bondronat ®
- Bonviva ®
- Iasibon ®
Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Pharmalogistic vertritt, produziert oder vertreibt die oben genannten Markenprodukte nicht.
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Häufig gestellte Fragen
Ibandronsäure: Wofür wird es angewendet?
Ibandronsäure ist ein stickstoffhaltiges Bisphosphonat, das an Knochenmineral bindet und die Osteoklastenaktivität hemmt, wodurch die Knochenresorption verringert wird.
Ibandronsäure: Ist ein Rezept erforderlich?
Ja. Ibandronsäure ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Erforderlich ist ein gültiges Rezept einer approbierten Ärztin oder eines approbierten Arztes; die Rezeptvorschriften des Bestimmungslandes werden vor jedem Versand geprüft.
Ibandronsäure: Wie ist es zu lagern?
Lagern Sie Ibandronsäure bei Keine besonderen Lagerungsbedingungen (verdünnte Infusionslösung 2–8 °C); Tabletten in der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt in der Originalverpackung, vor Licht geschützt und für Kinder unzugänglich. Nach Anbruch: Nach Verdünnung: 24 Stunden bei 2–8 °C.
Ibandronsäure: Ist ein gekühlter Versand (Kühlkette) erforderlich?
Nein. Ibandronsäure ist bei Keine besonderen Lagerungsbedingungen (verdünnte Infusionslösung 2–8 °C); Tabletten in der Originalverpackung, vor Feuchtigkeit geschützt stabil, sodass eine normale Schutzverpackung ausreicht; während des Transports wird es dennoch vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt.
Ibandronsäure: Unter welchen Markennamen wird es vertrieben?
Ibandronsäure wird je nach Land und Hersteller als Bondronat, Bonviva, Iasibon vermarktet. Markennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Inhaber; Pharmalogistic vertritt oder vertreibt die Markenprodukte nicht.
Ibandronsäure: Welche Stärken sind verfügbar?
Ibandronsäure ist in folgenden Stärken erhältlich: 2 mg/2 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Bondronat), 6 mg/6 ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (Bondronat), 50 mg Filmtabletten (Bondronat), 150 mg Filmtabletten (Bonviva und nationale Generika; Osteoporose). Die geeignete Stärke und das Dosierungsschema legt die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt fest.
Ibandronsäure: Wie lange ist es haltbar?
Die Haltbarkeit von Ibandronsäure beträgt 5 Jahre bei Lagerung gemäß Empfehlung. Nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Medizinische Informationen & Leitlinien
Pharmakologie, Anwendungsgebiete und Sicherheitsprofil dieses Wirkstoffs
Pharmakologische Wirkung
Ibandronsäure ist ein Bisphosphonat, eine Substanz, die aufgrund ihrer hohen Affinität zu Knochenmineral spezifisch am Knochen wirkt. Durch die Hemmung der Osteoklastenaktivität verringert sie die übermäßige Knochenresorption bei malignen Erkrankungen, die nicht durch neue Knochenbildung ausgeglichen wird, und senkt so skelettale Komplikationen und, bei maligner Hyperkalzämie, das Serumcalcium.
Wirkmechanismus
- Gezielte Wirkung am Knochen: Nach dem Eintritt in den Blutkreislauf bindet Ibandronsäure rasch an den Knochen oder wird mit dem Urin ausgeschieden.
- Osteoklastenhemmung: Bisphosphonate hemmen die Osteoklastenaktivität, wobei die Fachinformation anmerkt, dass der genaue Mechanismus nicht klar ist. Bei Tieren verhinderte Ibandronsäure den Knochenabbau, der durch den Verlust der Gonadenfunktion, durch Retinoide, Tumoren oder Tumorextrakte verursacht wurde.
- Aufnahme in Osteoklasten und Mevalonatweg: Bisphosphonate werden während der Resorption aus dem Knochen freigesetzt und von Osteoklasten aufgenommen, wo sie die Ringstrukturen (Podosomen) zerstören, die die Zelle am Knochen verankern, sodass sie sich ablöst. Stickstoffhaltige Bisphosphonate wie Ibandronsäure hemmen außerdem Enzyme des Mevalonatwegs (Farnesyldiphosphat-Synthase), was die Prenylierung kleiner GTP-bindender Proteine wie Rap1 blockiert und zur Apoptose führen kann.
- Maligne Hyperkalzämie: Die Hemmung des tumorinduzierten Knochenabbaus zeigt sich in einem Abfall des Serumcalciums und der Calciumausscheidung im Urin.
- Knochenmineralisierung: In Dosen weit über den wirksamen Dosen hatte Ibandronsäure keinen Einfluss auf die Mineralisierung.
Pharmakokinetik
- Intravenöse Gabe: Nach einer 2-stündigen Infusion von 2, 4 und 6 mg sind die pharmakokinetischen Parameter dosisproportional.
- Resorption (oral): sehr gering, mit einer Bioverfügbarkeit von etwa 0,6 %, und durch Nahrung sowie durch Calcium und andere mehrwertige Kationen weiter vermindert, daher die strengen Nüchternheitsregeln.
- Verteilung: bindet rasch an den Knochen oder wird mit dem Urin ausgeschieden. Das scheinbare terminale Verteilungsvolumen beträgt mindestens 90 l, und schätzungsweise 40–50 % der zirkulierenden Dosis gelangen in den Knochen. Die Plasmaproteinbindung beträgt bei therapeutischen Konzentrationen etwa 87 %, sodass Verdrängungsinteraktionen unwahrscheinlich sind.
- Metabolismus: Es gibt keinen Hinweis darauf, dass Ibandronsäure bei Tieren oder Menschen metabolisiert wird. Sie hemmt die wichtigsten menschlichen hepatischen Cytochrom-P450-Enzyme nicht.
- Elimination: Die scheinbare terminale Halbwertszeit beträgt in der Regel 10–60 Stunden, abhängig von Dosis und Assay. Die frühen Plasmaspiegel fallen rasch ab, auf 10 % des Spitzenwerts innerhalb von 3 Stunden (intravenös) bzw. 8 Stunden (oral). Die Gesamtclearance ist niedrig (84–160 ml/min); die renale Clearance, etwa 60 ml/min bei gesunden postmenopausalen Frauen, macht 50–60 % davon aus und folgt der Kreatinin-Clearance. Bei intravenöser Gabe alle 4 Wochen über 48 Wochen gab es keine systemische Akkumulation.
- Besondere Patientengruppen: Die Pharmakokinetik ist bei Männern und Frauen ähnlich, und es wurden keine klinisch relevanten Unterschiede zwischen Asiaten und Kaukasiern festgestellt. Bei schwerer Niereninsuffizienz (mittlere Kreatinin-Clearance 21,2 ml/min) stieg die dosisadjustierte AUC im Vergleich zu gesunden Probanden um 110 %.
Anwendungsgebiete
Bondronat Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung (2-mg- und 6-mg-Durchstechflaschen), bei Erwachsenen:
- Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse (pathologische Frakturen, Knochenkomplikationen, die eine Strahlentherapie oder Operation erfordern) bei Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen.
- Behandlung der tumorinduzierten Hyperkalzämie, mit oder ohne Metastasen.
Bondronat 50 mg Filmtabletten, bei Erwachsenen:
- Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse (pathologische Frakturen, Knochenkomplikationen, die eine Strahlentherapie oder Operation erfordern) bei Patienten mit Brustkrebs und Knochenmetastasen.
Osteoporose: Bonviva 150 mg Filmtabletten und national zugelassene 150-mg-Generika
- Behandlung der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko. Eine Verringerung des Risikos von Wirbelfrakturen wurde nachgewiesen; die Wirksamkeit bei Schenkelhalsfrakturen wurde nicht belegt.
Gegenanzeigen
Bondronat Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
- Überempfindlichkeit gegen Ibandronsäure oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Hypokalzämie.
Tabletten (Bondronat 50 mg, Bonviva und 150-mg-Generika)
- Überempfindlichkeit gegen Ibandronsäure oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Hypokalzämie.
- Anomalien der Speiseröhre, die die Entleerung der Speiseröhre verzögern, wie Striktur oder Achalasie.
- Unfähigkeit, mindestens 60 Minuten aufrecht zu stehen oder zu sitzen.
Nebenwirkungen
Die schwerwiegendsten Reaktionen sind anaphylaktische Reaktion/anaphylaktischer Schock, atypische Femurfrakturen, Osteonekrose des Kiefers und Augenentzündung. Wenn die intravenöse Form bei tumorinduzierter Hyperkalzämie angewendet wird, ist ein Anstieg der Körpertemperatur die häufigste Wirkung und ein Abfall des Serumcalciums unter den Normalwert seltener; bei der Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse ist Asthenie am häufigsten, gefolgt von einem Anstieg der Körpertemperatur und Kopfschmerzen.
Häufig (≥1/100 bis <1/10): Infektion; Erkrankung der Nebenschilddrüse; Hypokalzämie; Kopfschmerzen, Schwindel und Geschmacksstörung; Katarakt; Schenkelblock; Pharyngitis; Diarrhö, Erbrechen, Dyspepsie, gastrointestinale Schmerzen und Zahnerkrankung; Hauterkrankung und Ekchymose; Arthrose, Myalgie, Arthralgie, Gelenkerkrankung und Knochenschmerzen; Pyrexie, grippeähnliche Erkrankung, periphere Ödeme, Asthenie und Durst; erhöhte Gamma-GT und erhöhtes Kreatinin.
Gelegentlich (≥1/1.000 bis <1/100): Zystitis, Vaginitis und orale Candidose; gutartige Hautneubildung; Anämie und Blutbilddyskrasie; Hypophosphatämie; Schlafstörung, Angst und Affektlabilität; zerebrovaskuläre Erkrankung, Nervenwurzelläsion, Amnesie, Migräne, Neuralgie, Muskelhypertonie, Hyperästhesie, periorale Parästhesie und Parosmie; Taubheit; myokardiale Ischämie, kardiovaskuläre Erkrankung und Palpitationen; Lungenödem und Stridor; Gastroenteritis, Gastritis, Mundulzeration, Dysphagie und Cheilitis; Cholelithiasis; Hautausschlag und Alopezie; Harnverhalt und Nierenzyste; Beckenschmerzen; Hypothermie; erhöhte alkalische Phosphatase und Gewichtsabnahme; Verletzung und Schmerzen an der Injektionsstelle.
Selten (≥1/10.000 bis <1/1.000): Augenentzündung (Uveitis, Episkleritis, Skleritis); atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen.
Sehr selten (<1/10.000): Überempfindlichkeit, Bronchospasmus, Angioödem und anaphylaktische Reaktion/anaphylaktischer Schock; Stevens-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme und bullöse Dermatitis; Osteonekrose des Kiefers und des äußeren Gehörgangs.
Nicht bekannt: Verschlimmerung von Asthma; atypische Frakturen anderer langer Knochen als des Femurs.
Anaphylaktische Reaktionen, einschließlich tödlicher Verläufe, wurden bei intravenöser Anwendung berichtet. Grippeähnliche Symptome (Fieber, Schüttelfrost, Knochen- und Muskelschmerzen) klangen in der Regel innerhalb von Stunden oder Tagen ohne Behandlung ab. Bei einigen Patienten bildete sich die Augenentzündung erst nach dem Absetzen von Ibandronsäure zurück.
Orale Osteoporose-Tabletten: Bei Bonviva sind die häufigsten Reaktionen Arthralgie und grippeähnliche Symptome, typischerweise bei der ersten Dosis, von kurzer Dauer und leicht bis mäßig; die schwerwiegenden sind die oben genannten sowie gastrointestinale Reizung. Die spanische Fachinformation der 150-mg-Tabletten nennt als häufig Kopfschmerzen, Ösophagitis, Gastritis, Reflux, Dyspepsie, Diarrhö, Bauchschmerzen, Übelkeit, Hautausschlag, Arthralgie, Myalgie, muskuloskelettale Schmerzen, Muskelkrämpfe und Muskelsteifigkeit sowie grippeähnliche Erkrankung; als gelegentlich Schwindel, Ösophagitis mit Geschwüren oder Strikturen, Dysphagie, Erbrechen, Blähungen, Rückenschmerzen, Müdigkeit und Hypokalzämie; und als selten Überempfindlichkeitsreaktionen, Duodenitis, Angioödem, Gesichtsödem und Urtikaria. Die 50-mg-Tablette hat eine eigene Tabelle in der Bondronat-Fachinformation.
Wechselwirkungen
- Aminoglykoside: Vorsicht, da beide das Serumcalcium über längere Zeit senken können. Auch auf eine mögliche gleichzeitige Hypomagnesiämie sollte geachtet werden.
- Metabolische Wechselwirkungen gelten als unwahrscheinlich: Ibandronsäure hemmt oder induziert die wichtigsten hepatischen Cytochrom-P450-Enzyme nicht, wird ausschließlich renal ausgeschieden und unterliegt keiner Biotransformation.
- Nahrung, Calcium und andere Kationen (Tabletten): Nahrung senkt die orale Bioverfügbarkeit, und calciumhaltige Produkte, einschließlich Milch, sowie andere mehrwertige Kationen (Aluminium, Magnesium, Eisen) beeinträchtigen die Resorption. Calciumpräparate, Antazida und andere orale Arzneimittel, die solche Kationen enthalten, beeinträchtigen sie wahrscheinlich, daher wird von mindestens 6 Stunden vor bis 1 Stunde nach der 150-mg-Tablette kein anderes orales Arzneimittel eingenommen. Zur Tablette wird nur reines Wasser eingenommen.
- Nichtsteroidale entzündungshemmende Arzneimittel (Tabletten): Vorsicht, da sowohl diese als auch orale Bisphosphonate den Magen-Darm-Trakt reizen.
Verabreichung und Dosierung
Die Behandlung mit Bondronat wird nur von Ärzten eingeleitet, die in der Krebsbehandlung erfahren sind. Die Patienten erhalten die Packungsbeilage und die Patientenerinnerungskarte.
Bondronat Konzentrat zur Infusion
- Vorbeugung skelettbezogener Ereignisse (Brustkrebs mit Knochenmetastasen): 6 mg intravenös alle 3–4 Wochen, zugegeben zu 100 ml isotonischer Natriumchloridlösung oder 100 ml 5 % Dextroselösung und infundiert über mindestens 15 Minuten. Die 15-minütige Infusion gilt nur für normale Nierenfunktion oder leichte Niereninsuffizienz; für eine Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min liegen keine Daten vor.
- Tumorinduzierte Hyperkalzämie: zuerst mit 0,9 % Natriumchloridlösung rehydrieren. Die Dosis hängt von Schweregrad und Tumorart ab: Bei den meisten Patienten mit schwerer Hyperkalzämie ist 4 mg eine ausreichende Einzeldosis, und bei mäßiger Hyperkalzämie (albuminkorrigiertes Serumcalcium unter 3 mmol/l) ist 2 mg wirksam. 6 mg brachten keinen zusätzlichen Nutzen. Patienten mit osteolytischen Knochenmetastasen benötigen in der Regel niedrigere Dosen als Patienten mit humoraler Hyperkalzämie. Die Dosis wird zu 500 ml isotonischer Natriumchloridlösung oder 5 % Dextroselösung gegeben und über 2 Stunden infundiert. Das Serumcalcium normalisiert sich in der Regel innerhalb von 7 Tagen; die mediane Zeit bis zum Rezidiv betrug 18–19 Tage mit 2 mg und 4 mg und 26 Tage mit 6 mg. Bei rezidivierender Hyperkalzämie oder unzureichender Wirksamkeit kann eine Wiederholung der Behandlung erwogen werden.
- Art der Anwendung: nur intravenös, zur einmaligen Anwendung, klare Lösung ohne Partikel. Eine intraarterielle oder paravenöse Anwendung, die das Gewebe schädigen könnte, ist zu vermeiden.
Niereninsuffizienz (skelettbezogene Ereignisse, intravenös)
- Kreatinin-Clearance 50 bis unter 80 ml/min: 6 mg in 100 ml über 15 Minuten (keine Anpassung).
- Kreatinin-Clearance 30 bis unter 50 ml/min: 4 mg in 500 ml über 1 Stunde.
- Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min: 2 mg in 500 ml über 1 Stunde.
- Jede Dosis wird alle 3–4 Wochen in 0,9 % Natriumchloridlösung oder 5 % Glucose gegeben. Eine 15-minütige Infusion wurde bei Krebspatienten mit einer Kreatinin-Clearance unter 50 ml/min nicht untersucht. Bei Leberinsuffizienz (Abschnitt 4.4 weist darauf hin, dass keine klinischen Daten bei schwerer Leberinsuffizienz vorliegen) und bei einem Alter über 65 Jahren ist keine Anpassung erforderlich. Sicherheit und Wirksamkeit bei unter 18-Jährigen sind nicht erwiesen.
Bondronat 50-mg-Tabletten
- Dosis: eine 50-mg-Tablette täglich. Bei mäßiger Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance 30 bis unter 50 ml/min) eine Tablette jeden zweiten Tag; bei schwerer Niereninsuffizienz (unter 30 ml/min) eine Tablette einmal wöchentlich; keine Anpassung bei leichter Niereninsuffizienz, Leberinsuffizienz oder bei älteren Patienten.
- Einnahme: nach einer Nüchternperiode über Nacht von mindestens 6 Stunden und vor der ersten Mahlzeit oder dem ersten Getränk des Tages; andere Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel (einschließlich Calcium) zuvor vermeiden und danach mindestens 30 Minuten nüchtern bleiben. Unzerkaut mit einem vollen Glas (180–240 ml) reinem Wasser schlucken, aufrecht sitzend oder stehend, und sich 60 Minuten lang nicht hinlegen. Die Tablette nicht kauen, lutschen oder zerdrücken, wegen des Risikos oropharyngealer Ulzerationen. Wasser mit hohem Calciumgehalt vermeiden.
Bonviva 150-mg-Tabletten (Osteoporose)
- Dosis: eine 150-mg-Tablette einmal im Monat, vorzugsweise am selben Datum, nach einer Nüchternperiode über Nacht von mindestens 6 Stunden und 1 Stunde vor der ersten Mahlzeit oder dem ersten Getränk (außer Wasser) oder einem anderen oralen Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich Calcium.
- Versäumte Dosis: eine Tablette am Morgen nach dem Bemerken einnehmen, es sei denn, die nächste Dosis ist innerhalb von 7 Tagen fällig; dann auf die nächste Dosis warten. Niemals zwei Tabletten in derselben Woche einnehmen.
- Weitere Hinweise: unzerkaut mit 180–240 ml Wasser schlucken, aufrecht, und sich 1 Stunde lang nicht hinlegen. Calcium und/oder Vitamin D geben, wenn die Nahrungsaufnahme unzureichend ist, und die Notwendigkeit der Behandlung regelmäßig neu beurteilen, besonders nach 5 oder mehr Jahren. Nicht empfohlen bei einer Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min; ansonsten, bei Leberinsuffizienz und bei älteren Patienten keine Anpassung. Bei Kindern unter 18 Jahren gibt es keine relevante Anwendung.
Besondere Hinweise
Hypokalzämie und Mineralstoffwechsel
Eine Hypokalzämie und andere Störungen des Knochen- und Mineralstoffwechsels müssen vor Beginn der Therapie bei metastasierender Knochenerkrankung wirksam behandelt werden. Eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr ist für alle Patienten wichtig, bei unzureichender Ernährung mit Supplementen. Nierenfunktion, Serumcalcium, -phosphat und -magnesium sollten, wie klinisch angemessen, überwacht werden.
Anaphylaktische Reaktionen
Anaphylaktische Reaktionen/anaphylaktischer Schock, einschließlich tödlicher Verläufe, wurden bei intravenöser Ibandronsäure berichtet. Während der intravenösen Verabreichung sollten ärztliche Unterstützung und Überwachung leicht verfügbar sein; tritt eine anaphylaktische oder andere schwere allergische Reaktion auf, ist die Injektion sofort abzubrechen und eine Behandlung einzuleiten. Vorsicht ist geboten bei Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegen andere Bisphosphonate.
Osteonekrose des Kiefers
Eine Osteonekrose des Kiefers wurde nach der Markteinführung sehr selten bei Patienten berichtet, die Bondronat bei onkologischen Indikationen erhielten.
- Den Beginn der Behandlung oder eines neuen Zyklus bei Patienten mit nicht verheilten offenen Weichteilläsionen im Mund hinausschieben.
- Vor der Behandlung werden bei Patienten mit Risikofaktoren eine zahnärztliche Untersuchung mit präventiver Zahnmedizin und eine individuelle Nutzen-Risiko-Bewertung empfohlen: potente, parenterale und hochkumulativ dosierte Knochenresorptionstherapie; Krebs, Anämie, Koagulopathie, Infektion oder Rauchen; Kortikosteroide, Chemotherapie, Angiogenesehemmer oder Strahlentherapie im Kopf-Hals-Bereich; schlechte Mundhygiene, Parodontalerkrankung, schlecht sitzender Zahnersatz, Zahnerkrankung oder invasive zahnärztliche Eingriffe.
- Die Patienten sollten eine gute Mundhygiene einhalten, routinemäßige zahnärztliche Kontrolluntersuchungen wahrnehmen und Symptome im Mundraum wie lockere Zähne, Schmerzen, Schwellungen, nicht heilende Wunden oder Ausfluss melden. Invasive zahnärztliche Eingriffe während der Behandlung erfordern sorgfältige Überlegung und sollten in zeitlicher Nähe zu einer Verabreichung vermieden werden.
- Entwickelt sie sich, sollte ein in dieser Erkrankung erfahrener Zahnarzt oder Kieferchirurg bei der Planung der Behandlung helfen, und eine vorübergehende Unterbrechung der Behandlung sollte erwogen werden.
Osteonekrose des äußeren Gehörgangs und atypische Frakturen
- Eine Osteonekrose des äußeren Gehörgangs wurde unter Bisphosphonaten berichtet, hauptsächlich nach Langzeittherapie; Steroidanwendung, Chemotherapie, Infektion und Trauma sind mögliche Risikofaktoren. Bei Patienten mit Ohrsymptomen, einschließlich chronischer Ohrinfektionen, sollte sie in Betracht gezogen werden.
- Atypische subtrochantäre und diaphysäre Femurfrakturen treten nach minimalem oder ohne Trauma auf, meist bei langfristiger Osteoporosebehandlung, und sind oft beidseitig; Schmerzen im Oberschenkel oder in der Leiste können ihnen Wochen bis Monate vorausgehen. Die Patienten sollten Schmerzen im Oberschenkel, in der Hüfte oder in der Leiste melden; auf eine inkomplette Femurfraktur untersuchen, das andere Femur untersuchen und das Absetzen des Bisphosphonats bis zur Abklärung erwägen. Atypische Frakturen anderer langer Knochen, wie der Ulna und der Tibia, wurden ebenfalls berichtet.
Niere, Leber und Herz
- Klinische Studien zeigten keine Verschlechterung der Nierenfunktion unter langfristiger Bondronat-Therapie; Nierenfunktion, Calcium, Phosphat und Magnesium sind wie klinisch angezeigt zu überwachen.
- Bei schwerer Leberinsuffizienz können mangels klinischer Daten keine Dosisempfehlungen gegeben werden.
- Eine Überwässerung ist bei Patienten mit Risiko für eine Herzinsuffizienz zu vermeiden.
Orale Tabletten: Speiseröhre und Magen
Orale Bisphosphonate können die Schleimhaut des oberen Gastrointestinaltrakts reizen, daher werden die 150-mg-Tabletten bei aktiven Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts (zum Beispiel Barrett-Ösophagus, Dysphagie, andere Erkrankungen der Speiseröhre, Gastritis, Duodenitis oder Geschwüre) mit Vorsicht angewendet. Ösophagitis, Ösophagusulzera und -erosionen wurden berichtet, teils so schwer, dass eine Krankenhausbehandlung nötig war; das Risiko scheint höher, wenn die Dosierungsanweisungen nicht befolgt werden oder die Behandlung nach Auftreten von Symptomen fortgesetzt wird. Die Patienten sollten die Tabletten absetzen und ärztlichen Rat einholen, wenn Schluckbeschwerden oder Schmerzen beim Schlucken, retrosternale Schmerzen oder neues oder sich verschlimmerndes Sodbrennen auftreten. Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre wurden ebenfalls berichtet.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fertilität
- Schwangerschaft: Es liegen keine ausreichenden Daten bei Schwangeren vor, und Tierstudien zeigten Reproduktionstoxizität, daher soll Bondronat während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Es ist nicht bekannt, ob Ibandronsäure in die Muttermilch übergeht (bei laktierenden Ratten wurden niedrige Konzentrationen gefunden), daher soll Bondronat während der Stillzeit nicht angewendet werden.
- Fertilität: Es liegen keine Daten beim Menschen vor; die Fertilität war bei Ratten vermindert, bei oraler Gabe und bei hohen intravenösen Tagesdosen.
Sonstige Bestandteile und Verkehrstüchtigkeit
Die 50-mg-Tablette enthält Lactose (88,1 mg); das Konzentrat ist im Wesentlichen natriumfrei. Es wird erwartet, dass Bondronat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen hat.
Lagerungsbedingungen
- Konzentrat zur Infusion: keine besonderen Lagerungsbedingungen vor der Verdünnung. Nach der Verdünnung bei 2–8 °C lagern und sofort verwenden; wird sie nicht sofort verwendet, liegen die Aufbewahrungszeiten und -bedingungen in der Verantwortung des Anwenders und würden normalerweise 24 Stunden bei 2–8 °C nicht überschreiten, es sei denn, die Verdünnung erfolgte unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen. Geliefert als eine 2-ml-Glasdurchstechflasche (Typ I) mit Brombutylgummistopfen pro Packung.
- Tabletten: Bondronat 50-mg-Tabletten werden zum Schutz vor Feuchtigkeit in der Originalverpackung aufbewahrt; Bonviva und die 150-mg-Generika erfordern keine besonderen Lagerungsbedingungen.
- Für die ungeöffneten Produkte ist keine Kühlkette erforderlich.
Haltbarkeit
5 Jahre für das Konzentrat und die Tabletten. Nach der Verdünnung 24 Stunden bei 2–8 °C.
Abgabebedingungen in der Apotheke
Verschreibungspflichtig (Rx). Bondronat wird von Ärzten eingeleitet, die in der Krebsbehandlung erfahren sind. Das Konzentrat wird als intravenöse Infusion unter ärztlicher Betreuung verabreicht und daher an das Krankenhaus oder die Klinik geliefert, die es verabreicht. Die Tabletten (Bondronat 50 mg; Bonviva und die 150-mg-Generika) werden zu Hause eingenommen und auf Verschreibung an die Patienten oder die behandelnde Klinik geliefert.
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Informationsquelle
Diese Produktinformation basiert auf:
DrugBank — Ibandronate (DB00710); EMA SmPC — Bondronat, Bonviva; AEMPS SmPC — ibandronic acid 150 mg film-coated tabletsZuletzt geprüft:
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