Budesonid

Glukokortikoid (topisches/inhalatives Kortikosteroid)

Budesonid ist ein nicht halogeniertes Glukokortikoid mit ausgeprägter topischer antientzündlicher Wirkung und einer hohen hepatischen First-Pass-Metabolisierung (~80–90 %); daraus ergibt sich ein günstiges Verhältnis von systemischer zu lokaler Aktivität bei therapeutischen Mukosadosen. Dieses pharmakokinetische Profil begründet die breite Anwendung in unterschiedlichen Indikationen und Verabreichungswegen: inhalativ bei Asthma und COPD, intranasal bei allergischer Rhinitis sowie oral in verzögert oder verlängert freisetzenden Formulierungen, die an definierten Stellen des Gastrointestinaltrakts freigesetzt werden — bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, eosinophiler Ösophagitis und IgA-Nephropathie. Darüber hinaus wird Budesonid in Fixkombinationen mit Formoterol (Symbicort u. a.), mit Glycopyrronium plus Formoterol (Trixeo) sowie mit Salbutamol (Airsupra) eingesetzt.

Erhältlich unter folgenden Markennamen

Dieser Wirkstoff wird je nach Region und Hersteller unter folgenden Markennamen vertrieben:

  • Pulmicort ®
  • Symbicort (mit Formoterol) ®
  • Rhinocort ®
  • Entocort EC ®
  • Cortiment / Uceris ®
  • Jorveza (Schmelztablette, EoE) ®
  • Kinpeygo / Tarpeyo (verzögert freisetzend, IgA-Nephropathie) ®
  • Eohilia (orale Suspension, EoE) ®
  • Airsupra (mit Salbutamol) ®
  • Budenofalk (Dr. Falk Pharma) ®

Markennamen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Inhaber. Pharmalogistic vertritt, produziert oder vertreibt die oben genannten Markenprodukte nicht.

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Häufig gestellte Fragen

Budesonid: Wofür wird es angewendet?

Budesonid ist ein nicht halogeniertes Glukokortikoid mit ausgeprägter topischer antientzündlicher Wirkung und einer hohen hepatischen First-Pass-Metabolisierung (~80–90 %); daraus ergibt sich ein günstiges Verhältnis von systemischer zu lokaler Aktivität bei therapeutischen Mukosadosen.

Budesonid: Ist ein Rezept erforderlich?

Ja. Budesonid ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Erforderlich ist ein gültiges Rezept einer approbierten Ärztin oder eines approbierten Arztes; die Rezeptvorschriften des Bestimmungslandes werden vor jedem Versand geprüft.

Budesonid: Wie ist es zu lagern?

Lagern Sie Budesonid bei Nicht über 30 °C lagern (Pulmicort Turbohaler, die meisten oralen und rektalen Darreichungsformen). Vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit schützen. Vernebler-Respules nicht einfrieren. in der Originalverpackung, vor Licht geschützt und für Kinder unzugänglich. Nach Anbruch: Inhalatoren: typischerweise 3–6 Monate nach erstmaligem Öffnen (formulierungsabhängig). Vernebler-Respules: innerhalb von 12 Stunden nach Öffnen des Folienbeutels verwenden; eine angebrochene Respule sofort verwenden und den Rest verwerfen..

Budesonid: Ist ein gekühlter Versand (Kühlkette) erforderlich?

Nein. Budesonid ist bei Nicht über 30 °C lagern (Pulmicort Turbohaler, die meisten oralen und rektalen Darreichungsformen). Vor direkter Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit schützen. Vernebler-Respules nicht einfrieren. stabil, sodass eine normale Schutzverpackung ausreicht; während des Transports wird es dennoch vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt.

Budesonid: Unter welchen Markennamen wird es vertrieben?

Budesonid wird je nach Land und Hersteller als Pulmicort, Symbicort (mit Formoterol), Rhinocort, Entocort EC, Cortiment / Uceris, Jorveza (Schmelztablette, EoE), Kinpeygo / Tarpeyo (verzögert freisetzend, IgA-Nephropathie), Eohilia (orale Suspension, EoE), Airsupra (mit Salbutamol), Budenofalk (Dr. Falk Pharma) vermarktet. Markennamen sind Warenzeichen der jeweiligen Inhaber; Pharmalogistic vertritt oder vertreibt die Markenprodukte nicht.

Budesonid: Welche Stärken sind verfügbar?

Budesonid ist in folgenden Stärken erhältlich: Inhalativ: 100 μg, 160 μg, 200 μg, 320 μg, 400 μg pro Dosis, Vernebler: 0,25, 0,5, 1 mg pro 2-ml-Respule, Nasenspray: 32 μg oder 64 μg pro Sprühstoß, Oral verzögerte/verlängerte Freisetzung, Kapseln: 3 mg, 4 mg, 9 mg, Schmelztablette (Jorveza): 0,5 mg, 1 mg, Rektalschaum: 2 mg pro Sprühstoß. Die geeignete Stärke und das Dosierungsschema legt die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt fest.

Budesonid: Wie lange ist es haltbar?

Die Haltbarkeit von Budesonid beträgt Markenabhängig. Pulmicort Turbohaler: 24 Monate. Budenofalk magensaftresistente Kapseln und Granulat, Cortiment, Jorveza: typischerweise 2–3 Jahre laut jeweiliger Fachinformation. bei Lagerung gemäß Empfehlung. Nach dem auf der Verpackung angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Medizinische Informationen & Leitlinien

Pharmakologie, Anwendungsgebiete und Sicherheitsprofil dieses Wirkstoffs

Pharmakologische Wirkung

Budesonid ist ein potentes synthetisches Glukokortikoid, das eine hohe topische antientzündliche Aktivität mit einer ausgeprägten (~80–90 %) hepatischen First-Pass-Metabolisierung verbindet. Daraus resultiert eine kräftige lokale Wirksamkeit in Atemwegen, Nasenschleimhaut, Darm oder Perianalbereich bei deutlich geringerer systemischer Glukokortikoidexposition als unter Prednisolon oder Dexamethason — Budesonid ist damit das Kortikosteroid der Wahl, wenn eine lokale Wirkung ohne ausgeprägte Suppression der HHN-Achse erwünscht ist.

Wirkmechanismus

  • Bindung an den Glukokortikoidrezeptor: Budesonid diffundiert in die Zelle und bindet den zytosolischen Glukokortikoidrezeptor (NR3C1). Der Ligand-Rezeptor-Komplex transloziert in den Zellkern und moduliert dort die Gentranskription über Glukokortikoid-Response-Elemente (GRE) sowie durch Tethering an andere Transkriptionsfaktoren.
  • Antientzündliche Effekte (genomisch, Stunden bis Tage): Induktion antientzündlicher Gene (z. B. IL-10, Annexin A1/Lipocortin-1), Repression proinflammatorischer Transkriptionsfaktoren (NF-κB, AP-1), Hemmung der Phospholipase A2 (Reduktion der Arachidonsäurefreisetzung und der Prostaglandin-/Leukotriensynthese), Downregulation von Zytokinen, Chemokinen und Adhäsionsmolekülen.
  • Zelluläre Effekte: Hemmung der Neutrophilenapoptose und der Demarginalisierung; Förderung der Eosinophilenapoptose; Reduktion der Funktion von Mastzellen, Basophilen und dendritischen Zellen; Verringerung von Kapillarpermeabilität und Gewebeödem.
  • Dosisabhängige Immunsuppression: bei höherer kumulativer systemischer Exposition werden eine breitere Immunsuppression und Effekte auf die HHN-Achse sichtbar — daher die Bedeutung örtlich gezielter Formulierungen, die die systemische Bioverfügbarkeit begrenzen.

Pharmakokinetik (deutlich formulierungsabhängig)

  • Oral verzögerte/verlängerte Freisetzung: 9–21 % Bioverfügbarkeit; Tmax 2–8 h; AUC dosisproportional.
  • Inhalativ (DPI/pMDI): ~34 % Lungendeposition; ~39 % systemische Bioverfügbarkeit; Tmax ~10 min.
  • Vernebelt: ~6 % systemische Bioverfügbarkeit.
  • Nasenspray: sehr geringe systemische Exposition.
  • Verteilungsvolumen: 2,2–3,9 l/kg.
  • Plasmaproteinbindung: 85–90 %.
  • Metabolismus: ausgeprägter First-Pass über CYP3A (überwiegend CYP3A4) zu 6β-Hydroxybudesonid und 16α-Hydroxyprednisolon — beide mit < 1 % der glukokortikoiden Aktivität der Muttersubstanz.
  • Halbwertszeit: 2–3,6 Stunden im Plasma; die klinische Wirkung übersteigt die Plasmahalbwertszeit aufgrund der Rezeptorbindung.
  • Ausscheidung: ~60 % renal (als inaktive Metaboliten). Keine unveränderte Substanz im Urin nachweisbar.

Anwendungsgebiete

Die Indikationen sind formulierungsabhängig. Die folgende Übersicht nennt die wichtigsten zugelassenen Anwendungen; die genaue Zulassung im jeweiligen Land ist der Fachinformation zu entnehmen.

Inhalatives Budesonid

  • Asthma — Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Kindern; die SMART/MART-Strategie (Fixkombination Budesonid/Formoterol als Erhaltungs- und Bedarfsmedikation) wird in den GINA-Leitlinien über die Stufen 1–5 bei Jugendlichen und Erwachsenen empfohlen.
  • COPD — Reduktion von Exazerbationen bei ausgewählten Patientinnen und Patienten (typischerweise als Teil einer ICS-LABA- oder Tripeltherapie).

Intranasales Budesonid

  • Saisonale und perenniale allergische Rhinitis; nicht-allergische Rhinitis mit Eosinophilie; symptomatische Behandlung der Nasenpolyposis.

Oral verzögert/verlängert freisetzend

  • Morbus Crohn (leicht bis mittelschwer, ileal oder rechtsseitig kolisch) — Induktion und Erhaltung der Remission.
  • Colitis ulcerosa (leicht bis mittelschwer, distal/ausgedehnt) — Remissionsinduktion.
  • Eosinophile Ösophagitis (Schmelztablette oder orale Suspension).
  • IgA-Nephropathie mit Risiko einer rasch progredienten Verlaufsform — gezielt freisetzende Kapseln, die Budesonid am terminalen Ileum / an den Peyer-Plaques freisetzen und die mukosale IgA-Bildung supprimieren.

Rektalschaum / Klysma

  • Leichte bis mittelschwere distale Colitis ulcerosa (Proktosigmoiditis).

Gegenanzeigen

  • Überempfindlichkeit gegen Budesonid oder einen der sonstigen Bestandteile.
  • Tuberkulöse, mykotische oder unbehandelte virale Infektionen der Atemwege (bei inhalativer Anwendung) bzw. der jeweiligen Schleimhaut (bei anderen Verabreichungswegen).
  • Lokale Infektion an der Applikationsstelle bei rektalen Formulierungen (z. B. Perianalabszess).
  • Schwere Leberinsuffizienz (für oral systemische Formulierungen — die Exposition ist deutlich erhöht).

Nebenwirkungen

Häufig formulierungsübergreifend: Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, obere Atemwegsinfektion.

Inhalativ-spezifisch: oropharyngeale Candidiasis (Soor — Patientinnen und Patienten zur Mundspülung und zum Gurgeln nach Inhalation anweisen), Dysphonie, Halsreizung, Husten.

Intranasal-spezifisch: Nasenreizung, Epistaxis, Niesen, Trockenheit; selten Septumperforation bei chronischer Hochdosisanwendung.

Oral systemisch (gering, aber bei längerer Hochdosistherapie nicht null): Zeichen eines Hyperkortisolismus — Vollmondgesicht, Akne, vermehrte Hämatomneigung, Gewichtszunahme, Hypertonie, Hyperglykämie, Suppression der HHN-Achse, Wachstumsverzögerung bei Kindern, verminderte Knochendichte.

Rektal-spezifisch: anale Reizung, abdominelle Beschwerden.

Klasseneffekte bei verlängerter systemischer Exposition: Katarakt, Glaukom, Osteoporose, Immunsuppression mit Infektionsrisiko, Stimmungsänderungen (Schlaflosigkeit, Agitation), periphere Ödeme.

Wechselwirkungen

  • Starke CYP3A4-Inhibitoren (Ketoconazol, Itraconazol, Ritonavir, Cobicistat, Clarithromycin, Grapefruitsaft): erhöhen die systemische Budesonid-Exposition erheblich — möglichst vermeiden oder mit Vorsicht anwenden; klinisch besonders relevant bei oral systemischen Formulierungen.
  • Starke CYP3A4-Induktoren (Rifampicin, Phenytoin, Carbamazepin, Phenobarbital, Johanniskraut): senken die Budesonid-Exposition und können die Wirksamkeit verringern.
  • Andere Kortikosteroide: additive systemische Glukokortikoidbelastung.
  • Lebendimpfstoffe: während hochdosierter oraler Budesonid-Therapie vermeiden; inhalative und topische Formulierungen in Standarddosen schließen Lebendimpfungen in der Regel nicht aus.
  • Arzneimittel, die das Kalium beeinflussen (Schleifen- und Thiaziddiuretika, Amphotericin B, β2-Agonisten, Theophyllin): additives Hypokaliämierisiko bei hochdosierten systemischen Glukokortikoiden.

Verabreichung und Dosierung

Die Dosierung ist stark formulierungs- und indikationsabhängig. Die folgende Übersicht nennt die wichtigsten Schemata; vollständige Angaben sind der jeweiligen Fachinformation zu entnehmen.

Asthma (inhalativ DPI/pMDI)

  • Erwachsene und Jugendliche: 200–800 μg/Tag in 1–2 Einzeldosen; bis 1.600 μg/Tag bei schwerer Erkrankung.
  • Kinder: 200–400 μg/Tag in 1–2 Einzeldosen.
  • Budesonid/Formoterol MART: Erhaltungsdosis plus zusätzliche Bedarfsdosen bis zur vom Hersteller angegebenen maximalen Tagesinhalation.

Asthma (vernebelt) — Kinder, die Inhalatoren nicht bedienen können

  • 0,25–1 mg zweimal täglich, kontrollabhängig titriert.

COPD (inhalativ, als Bestandteil einer Kombinationstherapie)

  • 320 μg zweimal täglich innerhalb einer Fixkombination, typischerweise mit Formoterol ± Glycopyrronium.

Allergische Rhinitis (Nasenspray)

  • Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren: 64–256 μg/Tag, aufgeteilt auf 1–2 Sprühstöße pro Nasenloch ein- bis zweimal täglich; auf die niedrigste wirksame Dosis titrieren.

Morbus Crohn (orale verzögert freisetzende Kapseln)

  • Induktion (leichter bis mittelschwerer Befall im Ileum / rechten Kolon): 9 mg einmal täglich morgens für bis zu 8 Wochen.
  • Erhaltung: 6 mg einmal täglich für bis zu 3 Monate; eine längere Anwendung ist gegen die systemische Exposition abzuwägen.

Colitis ulcerosa (orale verlängert freisetzende Tabletten / MMX)

  • Induktion: 9 mg einmal täglich morgens für bis zu 8 Wochen.

Eosinophile Ösophagitis (Schmelztablette, Jorveza)

  • Induktion: 1 mg zweimal täglich über 6–12 Wochen.
  • Erhaltung: 0,5 mg zweimal täglich.

IgA-Nephropathie (verzögert freisetzende Kapseln, Kinpeygo/Tarpeyo)

  • 16 mg einmal täglich morgens über 9 Monate, gefolgt von einer 2-wöchigen Ausschleichphase.

Distale Colitis ulcerosa (Rektalschaum)

  • 2 mg (ein Sprühstoß) rektal einmal täglich über 6–8 Wochen.

Niereninsuffizienz

Keine Dosisanpassung bei inhalativen, nasalen oder rektalen Formulierungen erforderlich. Bei oral systemischen Formulierungen liegen begrenzte Daten vor; die übliche Dosierung wird in der Regel beibehalten.

Leberinsuffizienz

Leicht bis mittelschwer: Vorsicht und Überwachung systemischer Effekte. Schwer (Child-Pugh C): kontraindiziert für oral systemische Formulierungen.

Vergessene Dosis

Sobald wie möglich nachholen, sofern nicht bereits der nächste planmäßige Einnahmezeitpunkt nahe ist. Die Dosis nicht verdoppeln. Bei der Bedarfsanwendung im MART-Schema werden zusätzliche Dosen symptombezogen genommen, nicht zum Nachholen versäumter geplanter Dosen.

Besondere Hinweise

HHN-Achse und systemische Effekte

Auch nicht systemische Budesonid-Formulierungen können bei hohen kumulativen Dosen, langer Anwendungsdauer, gleichzeitiger Gabe von CYP3A4-Inhibitoren oder bei Kindern eine Suppression der HHN-Achse verursachen. Die niedrigste wirksame Dosis ist regelmäßig zu überprüfen. Bei langer hochdosierter Therapie kann eine Stressdosis-Steroidsubstitution bei Operationen, Verletzungen oder schweren Erkrankungen erforderlich sein; nach langer systemischer Anwendung nicht abrupt absetzen.

Oropharyngeale Candidiasis (inhalative Formulierungen)

Nach jeder Inhalation Mund spülen, gurgeln und ausspucken. Spacer reduzieren die oropharyngeale Deposition. Soor mit topischen Antimykotika behandeln.

Wachstum bei Kindern

Eine langfristige inhalative Kortikosteroidanwendung bei Kindern kann die Wachstumsgeschwindigkeit verringern. Die niedrigste wirksame Dosis verwenden und die Körperhöhe regelmäßig kontrollieren. Die endgültige Erwachsenengröße wird bei üblichen Asthmadosen in der Regel nicht relevant beeinflusst.

Sehstörungen

Bei Berichten über verschwommenes Sehen oder andere visuelle Symptome sollen Katarakt, Glaukom und seltene Diagnosen wie Chorioretinopathia centralis serosa abgeklärt werden.

Infektionen

Aktive Infektionen angemessen behandeln. Bei unbehandelter Tuberkulose oder engem Kontakt zu Masern oder Varizellen unter hohen systemischen Dosen meiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

  • Schwangerschaft: inhalatives und intranasales Budesonid sind in der Schwangerschaft First-Line-ICS-Optionen mit umfangreichen Sicherheitsdaten. Oral systemische Formulierungen nur bei eindeutiger Indikation anwenden.
  • Stillzeit: Budesonid wird in sehr geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden; die inhalative und intranasale Anwendung ist in der Regel mit dem Stillen vereinbar.

Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit

In Standarddosen kein oder vernachlässigbarer Einfluss.

Lagerungsbedingungen

Unter 30 °C in der Originalverpackung vor Feuchtigkeit geschützt aufbewahren. Vernebler-Respules nicht einfrieren. Einige pMDI-Produkte dürfen keinen Temperaturen über 50 °C ausgesetzt werden (z. B. in einem heißen Auto).

Haltbarkeit

Üblicherweise 2–3 Jahre, je nach Formulierung. Die Anwendungsdauer nach Anbruch unterscheidet sich — die meisten DPI und pMDI sind nach erstem Öffnen 3–6 Monate verwendbar; Vernebler-Respules müssen nach Öffnen des Schutzbeutels zügig verwendet und nach einmaligem Gebrauch verworfen werden.

Abgabebedingungen in der Apotheke

Für die meisten Formulierungen verschreibungspflichtig (Rx). Ausgewählte Nasenspray-Stärken sind in einigen Ländern (z. B. USA) freiverkäuflich, in vielen EU-Märkten bleiben sie jedoch verschreibungspflichtig.

Weitere Wirkstoffe aus demselben Therapiegebiet oder derselben Wirkstoffklasse.

Wichtiger Hinweis

Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich allgemeinen Informations- und Bildungszwecken und stellen weder eine medizinische Beratung noch eine Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar. Diese Informationen ersetzen nicht die Konsultation einer qualifizierten medizinischen Fachperson. Holen Sie bei Fragen zu einem Gesundheitszustand oder Arzneimittel stets den Rat Ihrer Ärztin bzw. Ihres Arztes, Apothekerin bzw. Apothekers oder einer anderen qualifizierten Fachperson ein. Ignorieren Sie ärztlichen Rat nicht und verzögern Sie dessen Einholung nicht aufgrund von Informationen auf dieser Website. Produktverfügbarkeit, zugelassene Anwendungsgebiete und Fachinformationen können je nach Land unterschiedlich sein. Viele der gelisteten Arzneimittel sind verschreibungspflichtig; wo ein Rezept erforderlich ist, muss dieses im Bestimmungsland gültig sein, und die Produkte sind unter ärztlicher Aufsicht anzuwenden. Wir beschaffen, versenden oder listen keine Suchtmittel im Sinne des österreichischen Suchtmittelgesetzes (SMG) oder vergleichbarer internationaler Regelungen.

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Informationsquelle

Diese Produktinformation basiert auf:

DrugBank — Budesonide (DB01222); UK-eMC-Fachinformation — Pulmicort Turbohaler (AstraZeneca)

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